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ÜBER
DEN FEEDBACK STUDIO VERLAG
Nach
der Weltausstellung in Osaka 1970 gründeten die drei Komponisten
und Mitarbeiter Karlheinz Stockhausens, Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar
und David Johnson, das Feedback Studio, 1971 Fritsch und Gehlhaar
den ersten deutschen Komponistenverlag, den Feedback Studio Verlag,
der heute ca. 300 Kompositionen von 20 Komponisten vertritt. Seit
1975 werden Studio und Verlag von Johannes Fritsch, Professor und
Leiter einer Kompositionsklasse an der Kölner Musikhochschule,
allein geführt.
In zwei Etagen eines Hinterhauses im Kölner Belgischen Viertel
befinden sich die Verlagsräume und das Aufnahmestudio, das gleichzeitig
als Veranstaltungsraum für die Hinterhausmusiken des Feedback
Studio dient.
Das Verlagsprogramm umfaşt neben elektronischen und live-elektronischen
Werken, Computerkompositionen und Werken für groşes Orchester
vor allem Kammermusik der Komponisten Klarenz Barlow, Michael von
Biel, Peter Eötvös, Silvio Foretic, Johannes Fritsch, Rolf
Gehlhaar, David Johnson, Siegfried Koepf, Joachim Krist, Mesias Maiguashca,
Michael Manion, John McGuire, Masahiro Miwa, Herbert A. Mitschke,
Manfred Niehaus, Michael Ranta, Volker Staub und Caspar Johannes Walter.
Die HINTERHAUSMUSKEN, seit 1971 mehr als 150 Veranstaltungen, präsentieren
junge Komponisten der Kölner und der internationalen Avantgarde,
authentische Musik fremder Kulturen (aus Afrika, China, Japan, Indien
etc.) und Interpreten Neuer
Musik
in Vorträgen, Workshops und Konzerten, viele in Zusammenarbeit
mit dem Westdeutschen Rundfunk.
In vier WELTMUSIK-Kongressen (1979, 82, 84 und 86) wurde in Zusammenarbeit
mit der AG Musik in Ostwestfalen-Lippe in Kursen, Workshops, Vorträgen
und Konzerten im Jugendhof Vlotho versucht, auşereuropäische
Musiken, aber auch vergessene Volksmusiktraditionen aus Europa zu
erleben und zu verstehen. Die Vorträge dieser Kongresse sind
als Sonderhefte der Feedback Papers erschienen.
Die FEEDBACK PAPERS, inzwischen 42 Hefte bzw. Bücher, dokumentieren
in Nachrichten, Informationen, Projektbeschreibungen, Analysen und
Aufsätzen nicht nur die Geschichte des Feedback Studio, sie geben
einen eigenen Blick auf die Geschichte der Neuen Musik, abseits der
philharmonischen Hauptwege und etablierten Festivals.